Die konsequente Ausrichtung auf die genannten Konzernziele spiegelt sich im internen Steuerungssystem der NORMA Group wider, das auf finanziellen Steuerungskennzahlen basiert. Diese werden auf Konzern- sowie größtenteils auf Segmentebene und in den Konzerngesellschaften geplant und fortlaufend überwacht. Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Werten werden in den lokalen Gesellschaften verfolgt und im Rahmen der monatlichen Analyse auf Ebene der Regionalsegmente aggregiert. Die Geschäftsentwicklung wird regelmäßig auf Basis der vorliegenden Monats- und Quartalsergebnisse sowie unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien prognostiziert.

Bedeutsamste finanzielle Steuerungskennzahlen

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1 Der NORMA Value Added (NOVA) stellt keine Steuerungskennziffer mehr dar.

Zu den bedeutsamsten finanziellen Steuerungskennzahlen der NORMA Group zählen die folgenden wert- und wachstumsorientierten Kennzahlen, die unmittelbaren Einfluss auf die Wertschöpfung des Konzerns haben: Konzernumsatz, bereinigte EBIT-Marge sowie operativer Netto-Cashflow. Anhand dieser Kennzahlen überprüft die NORMA Group kontinuierlich die Erfolge in Bezug auf Wachstum, Profitabilität und Liquidität.

Konzernumsatz

Als wachstumsorientiertes Unternehmen misst die NORMA Group der profitablen Steigerung des Umsatzes besondere Bedeutung bei. Der Konzern strebt dabei kurz- und mittelfristig ein Wachstum über dem Marktdurchschnitt an. KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER NORMA GROUP

Aufgrund der breiten Marktstruktur im Bereich der Verbindungstechnologie orientiert sich der Vorstand bei der Prognose der erwarteten Umsatzentwicklung an internen Analysen sowie an Studien einschlägiger Wirtschaftsforschungsinstitute zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in den jeweiligen Regionen sowie zu Produktions- und Absatzzahlen der relevanten Kundenindustrien. Darüber hinaus bezieht das Management ausgewählte Frühindikatoren, wie das Bestellverhalten der Kunden im Handelsgeschäft der strategischen Geschäftseinheit Industry Applications sowie den Auftragsbestand im Bereich Mobility & New Energy, in seine Prognose mit ein.

Bereinigte EBIT-Marge

Die bereinigte EBIT-Marge, die das bereinigte EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Verhältnis zum Umsatz darstellt, gibt Aufschluss über die Profitabilität der Geschäftsaktivitäten und ist eine zentrale interne Steuerungs- und Bewertungskennzahl für die laufende operative Tätigkeit des Konzerns. Darüber hinaus bildet das bereinigte EBIT die Grundlage für die Vergütung des Vorstands sowie die Incentivierungsbasis für außertariflich angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um die Profitabilität des Konzerns auf einem hohen Niveau zu halten, arbeitet die NORMA Group kontinuierlich an der Optimierung ihrer Unternehmensprozesse und -strukturen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der nachhaltigen Reduzierung wesentlicher Kostenfaktoren.

Zum langfristigen Vergleich und für ein besseres Verständnis der Geschäftsentwicklung bereinigt die NORMA Group das Ergebnis zur operativen Steuerung des Konzerns um bestimmte Aufwendungen und Erträge im Rahmen von realisierten M&A-Transaktionen. Des Weiteren erfolgen seit 2025 Bereinigungen für Kosten im Rahmen der im Geschäftsjahr 2025 begonnenen globalen Transformation. Aus diesem Transformationsprogramm resultieren vor allem Aufwendungen für Abfindungen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen, damit verbundene Beratungskosten sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Produktionsverlagerungen. Die Bereinigungen erfolgen dabei nach dem Management-Approach in der Segmentberichterstattung. Weitere Informationen hierzu finden sich im Abschnitt SONDEREINFLÜSSE.

Operativer Netto-Cashflow

Um die finanzielle Unabhängigkeit und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Konzerns sicherzustellen, orientiert sich die NORMA Group bei der Konzernsteuerung auch am operativen Netto-Cashflow. Dieser umfasst die wesentlichen zahlungswirksamen Posten, die von den einzelnen Geschäftseinheiten beeinflusst werden können, und zeigt, ob sich die NORMA Group aus dem Zahlungsstrom des operativen Geschäfts heraus finanzieren kann. Die Berechnung erfolgt ausgehend vom bereinigten EBITDA, zuzüglich der Veränderungen im Working Capital und abzüglich der Investitionen aus dem operativen Bereich. Wesentliche Ansatzpunkte zur Verbesserung des operativen Netto-Cashflows liegen in der Umsatzsteigerung, der Verbesserung des um Sondereffekte bereinigten betrieblichen Ergebnisses (EBITDA) sowie in einer nachhaltigen, wertsteigernden Investitionstätigkeit. Ein konsequentes Management des Working Capitals mit Fokus auf kontinuierliche Optimierung wirkt sich dabei positiv auf den operativen Netto-Cashflow aus.

Bedeutsamste finanzielle Steuerungskennzahlen

2025

2024

EUR Mio.

821,7

881,8

%

0,8

3,7

EUR Mio.

95,8

105,4

Die Prognose für das Jahr 2026 und die hierfür zugrunde liegenden Annahmen werden im PROGNOSEBERICHT dargestellt.

Nichtfinanzielle Kennzahlen

Die Einhaltung der geltenden Umweltschutzvorgaben und die Vermeidung von Umweltrisiken sowie der Arbeitsschutz haben für die NORMA Group eine hohe Priorität. Das Unternehmen orientiert sich dabei an internationalen Standards und Richtlinien. Die CO2-Emissionen und die Unfallrate stellen bei der NORMA Group nichtfinanzielle Kennzahlen dar, die das Unternehmen überwacht, jedoch nicht in der gleichen Prozessgranularität wie die finanziellen Steuerungskennzahlen, da sie weder für das Verständnis vom Geschäftsverlauf noch von der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind. Die CO2-Emissionen sowie die Unfallrate stellen demnach keine steuerungsrelevanten Kennzahlen des NORMA Group-Konzerns dar.

Nichtfinanzielle Kennzahlen1,2

2025

2024

t CO2eq

1.4493

4.1714

4,7

5,0

Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).